Wohnwagenreifen nach sechs Jahren wechseln
Bei wenig genutzten Wohnwagen oder Wohnmobilen sollten die Reifen nach spätestens sechs Jahren ausgetauscht werden. Darauf weist der Verband Deutscher Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller hin. Auch wenn sie durch den seltenen Gebrauch nicht abgefahren sind, können überalterte Reifen Ursache für Unfälle durch Reifenplatzer, schleichende Plattfüße und ungenügende Haftung bei Regen sein.
Wer diese und andere Pannen vermeiden will, sollte vor der Reise Sicherheitsvorkehrungen treffen. Vor jeder Fahrt sollte eine Kontrolle des Reifendrucks erfolgen. Die Experten raten: Maximaler Druck für maximale Belastbarkeit. Zu wenig Luft bedeutet höhere Reibung, diese wiederum führt bei langer Fahrt zur Überhitzung des Gummis. Zudem sollte vor jeder Fahrt eine Sichtkontrolle der Reifenaußen und -innenseiten vorgenommen werden.
Zu beachten ist auch die Tragfähigkeit der Pneus. Für den Urlaub werde oft sehr unbekümmert zugeladen, erklären die Fachleute. Das gehe auf Kosten der Sicherheit. Ein überladener Wohnwagen könne ins Schlingern kommen und gar einen Schleuderunfall verursachen.
Auf den Wohnwagenreifen findet sich hinter der Bezeichnung für die Felgengröße auch die Tragfähigkeitskennzahl, der sogenannte LI oder Load Index. Die Reifenbezeichnung 205/65 R15 100 zum Beispiel zeigt einen LI von 100, das entspricht den Angaben zufolge 800 Kilogramm. Weitere Umrechnungsbeispiele: LI 84 ergibt 500 Kilogramm, LI 85 bedeutet 515 Kilogramm, LI 86 heißt 530 Kilogramm, LI 90 trägt 600 Kilogramm.
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